Strafgesetzbuch (StGB)

Das StGB (Strafgesetzbuch) regelt seit über 130 Jahren, welche Handlungen in Deutschland verboten sind und welche Strafen es dafür gibt. Es ist sozusagen die Sammlung der wichtigsten Regeln, die jedes Mitglied der Gesellschaft einhalten muss, damit es sicher und gerecht zugeht. In manchen Fällen gilt das StGB sogar länderübergreifend (z.B. bei Kriegsverbrechen).

  • jeder weiß, was erlaubt und was verboten ist
  • Gerechtigkeit hergestellt wird, wenn jemand gegen diese Regeln verstößt
  • Menschen vor Verbrechen geschützt werden

Die zentralen Punkte im StGB

  • Keine Strafe ohne Gesetz:
    Niemand darf bestraft werden, wenn es kein Gesetz gibt, das seine Tat verbietet. Strafbar ist nur, was im StGB steht.
  • Schuldprinzip:
    Nur wer absichtlich, fahrlässig (aus Unachtsamkeit) oder durch Unterlassen (nicht einschreiten) etwas Verbotenes tut, kann bestraft werden. Hatte jemand keine Kontrolle über sein Handeln (z. B. durch eine schwere seelische Störung), kann er nicht einfach verurteilt werden. Das Schuldprinzip orientiert sich am Grundgesetz.
  • Strafen richten sich nach der Tat:
    Die Strafe hängt davon ab, wie schwer die Tat war. Ein kleiner Diebstahl wird anders bestraft als ein schwerer Raub.

Beispiele für Straftaten im StGB:

Wie wird das Recht durchgesetzt?

Strafverfolgungsbehörden wie Polizei und Staatsanwaltschaft wenden das StGB an. Strafgerichte setzen es durch. Verstöße gegen das Strafgesetzbuch haben Geldstrafen, Freiheitsstrafen oder andere Sanktionen zur Folge.

Das StGB wird immer wieder angepasst. Neue Gesetze werden hinzugefügt und alte geändert, damit sie zur heutigen Gesellschaft, Technik und Rechtsprechung passen. Zum Beispiel wurden Regeln eingeführt, um Cyber-Kriminalität zu bestrafen. Auch gab und gibt es Änderungen, um Opfer besser zu schützen.